Über Mich

Wer bist du?
Warum kandidierst du für den Bundestag?
Wieso ist dir Digitalisierung wichtig?
Was bedeuten Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz für dich?
Inwiefern hat die Corona-Pandemie dein Leben verändert?

Mein Werdegang

und welche Erlebnisse mich geprägt haben

Kindheit & Jugend
Geboren wurde ich in Zwenkau bei Leipzig und aufgewachsen bin ich in Leipzig-Hartmannsdorf. Als Tochter einer alleinerziehenden Mutter verbrachte ich viel Zeit bei meinen Großeltern, die aus Bösdorf und Eythra kamen. Das sind zwei der vielen Orte, die für den Braunkohletagebau weggebaggert wurden. Während meine Mutter ihren Wohnort in der Jugend verlor, sind meine Kindheitserinnerungen geprägt vom Anblick der Mondkraterlandschaft und Umweltzerstörung, die ein Tagebau hinterlässt. Ich erinnere mich aber auch an die Geschichten meiner Großmutter, die - wie viele andere - durch den Tagebau eine gute Lehr- und Arbeitsstelle hatte. Heute befindet sich dort der Zwenkauer See, die Natur erholt sich und die wirtschaftliche Entwicklung geht von Kohle- und Stahlindustrie vermehrt in Richtung Tourismus, Gastronomie und Naherholung.
1990
2008
Ausbildung und Berufserfahrung
Nach dem Abitur begann ich eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin am Carl-von-Basedow-Klinikum im Merseburg, die ich 2011 erfolgreich abschloss. Danach arbeitete ich am Herzzentrum in Leipzig-Probstheida, wo ich nach meiner Rückkehr aus England wieder arbeitete und die Leitung eines Projektes zur Einführung eines Expertenstandards in der Pflege übernahm.
Krankenschwester im englischen Gesundheitssystem (NHS)
Nachdem ich meine Berufserlaubnis von der englischen Pflegekammer, dem Nursing and Midwifery Council, erhalten hatte, begann ich meine Arbeit als Staff Nurse auf einer kardiologischen Station am Royal Bournemouth Hospital im südenglischen Dorset. Die Unterschiede der beiden Gesundheitssysteme kenne ich somit aus eigener Erfahrung. Während wir in Deutschland Patienten mit minimal-invasiver Hochleistungsmedizin helfen konnten, habe ich Patienten in England mit dem gleichen Krankheitsbild als "austherapiert" nach Hause schicken müssen. Die Pflege- und Therapieberufe in England sind denen in Deutschland allerdings um Jahrzehnte - wenn nicht ein ganzes Jahrhundert - voraus. Dies zeigt mir einmal mehr, wie in der deutschen Gesundheitspolitik die Schwerpunkte gesetzt werden müssen. Leider sind professionell Pflegende und Therapeuten zu einem sehr geringen Grad organisiert, wählen also keine Vertreter und sitzen somit bei entscheidenden Gremien der Gesundheitspolitik nicht mit am Tisch. Dies muss sich dringend ändern.
2014
2014
Stadträtin und Aufsichtsrätin
2014 wurde ich von Platz 6 der CDU-Liste für den Wahlkreis 5 (Leipzig-Südwest) in den Leipziger Stadtrat gewählt. Seit der Konstituierung des 6. Stadtrates im Dezember 2014 bin ich Mitglied verschiedener Gremien für Jugend, Schule, Gesundheit und Soziales, Verwaltung sowie Gleichberechtigung. Seit 2019 bin ich Vorsitzende des Fachausschusses Allgemeine Verwaltung, der sich vor allem mit Struktur-, Personal- und Digitalisierungsangelegenheiten in der Verwaltung und den Prozessen der lokalen Demokratie und der Bürgerämter befasst. Außerdem bin ich seit mehreren Jahren als Aufsichtsrätin im Städtischen Klinikum St. Georg und als Mitglied im Koordinierungskreis Gesundes Leipzig tätig. Im Koordinierungskreis beschäftigte mich vor allem die zunehmende Anzahl von Kindern, die in Kindergarten oder Schule kommen, ohne zu Hause Frühstück gegessen oder dieses mitbekommen zu haben. Im Aufsichtsrat waren die Themen in letzter Zeit die vielen Reformen unter Gesundheitsminister Jens Spahn und natürlich die Herausforderungen der Corona-Pandemie.
Medizinstudium und Angehörigenpflege
Parallel zu meinem 2015 begonnen Medizinstudium verschlechterte sich der Gesundheitszustand meiner Großmutter, die ich zu Hause pflegte. Die Herausforderungen, vor denen pflegende Angehörige tagtäglich stehen, habe ich am eigenen Leib erfahren und sie prägen meinen Blick auf unser Gesundheitswesen nachhaltig. Insbesondere die immer größer werdende Zahl von Menschen mit Demenz stellt Laien- und professionell Pflegende vor unglaubliche Probleme. Unsere Gesellschaft muss hier dringend neue Wege gehen, um den Pflegebedürftigen und ihren Familien ein Altern in Würde zu ermöglichen. Konzepte wie Community Health Nursing können dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Auch der Ärztemangel im ländlichen Raum, ist ein guter Grund die professionelle Pflege zu stärken und sie durch mehr Karrieremöglichkeiten attraktiver zu machen. Diese Konzepte brauchen aber eine viel größere Selbstverpflichtung von Bund und Ländern, Pflegestudiengänge zu fördern und Gesetzte zu ändern, damit hochqualifizierte Pflegende, die diese Aufgaben gerne ausüben wollen, das auch dürfen.
2015
2018
Intensivpflege
2018 entschied ich mich für eine Stelle auf der Internistischen Intensivstation der Leipziger Universitätsklinik. In einem Pflegeteam mit zirka 90 Pflegekräften konnte ich viele neue Erfahrungen sammeln. Nach dem Beschluss des Bundestages zur "Konzertierten Aktion Pflege" und der Gründung der Deutsche Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe (DeFa) in 2019, beteilige ich mich seit 2020 im Rahmen meiner Arbeit an der Uniklinik Leipzig an einem Projekt zur Integration ausländischer Pflegekräfte, um meine Erfahrungen als ausländische Pflegekraft in England weiterzugeben und die Kollegen in ihrer neuen Heimat zu unterstützen.
DBfK Mitglied
Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe leistet eine wichtige Arbeit um professionell Pflegende in Deutschland zu stärken. Die Anerkennung als Profession auf Augenhöhe mit Ärzten und Managern ist wichtig, damit Pflegende in Zukunft bei Veränderungen im Gesundheitswesen nicht mehr als "Befehlsemfänger" vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Pflegende können, wollen und müssen ihre Rolle und Situation im Pflegealltag aktiv mitgestalten können. Um das Berufsfeld und die Arbeitsbedingungen zum Wohle aller weiterzuentwickeln, braucht es die Förderung der Akademisierung mit einer unabhängigen Pflegeforschung, der partnerschaftlichen Interessensvertretung mit den Pflegegewerkschaften und einer beruflichen Selbstorganisation. Denn Pflegende wissen selbst am besten, was sich im Alltag ändern muss, damit gute, menschenwürdige Pflege möglich ist.
2019
2019
Wiederwahl als Stadträtin, Neuwahl als Ortschaftsrätin
Bei der Kommunalwahl 2019 durfte ich die erste paritätische Liste der Leipziger CDU als Spitzenkandidatin anführen und wurde im Wahlbezirk 5 (Leipzig-Südwest) wiedergewählt. Für die Ortsteile Hartmannsdorf, Knautnaundorfer und Rehbach wurde ich zudem zur Ortschaftsrätin gewählt. Auch für diese Wahl hatten wir als CDU zuvor eine Paritätische Liste aufgestellt. Im Ortschaftsrat sitzen deshalb 3 Frauen und 3 Männer.
Wahl zur Vorsitzenden des Fachausschusses Allgemeine Verwaltung
Dem Fachausschuss Allgemeine Verwaltung des Leipziger Stadtrates gehöre ich schon seit meiner ersten Wahlperiode 2014 an. Nach mehreren gescheiterten Bewerbungen der AfD-Vertreter um den Ausschussvorsitz, wählten mich die Mitglieder des Fachausschusses 2019 mit großer Mehrheit zu ihrer Vorsitzenden.
2019
2019
Engagement für Gleichstellung im Rat und in der Frauen Union
Den Mut als Parteilose überraschend ein Stadtratsmandat anzunehmen, fand ich vor allem durch Sheryl Sandbergs Buch „Lean In“, dass ich in England las. Die Gleichberechtigung und vor allem das Erreichen der Gleichstellung der Geschlechter ist mir ein wichtiges Anliegen. Seit 2015 bin ich Vertreterin meiner Fraktion im Beirat für Gleichstellung der Stadt Leipzig. 2017 wurde ich in den Vorstand der Leipziger Frauen Union gewählt. 2019 wählten mich die CDU Frauen in Leipzig bzw. Sachsen dann zu ihrer Vorsitzenden und Landesvorstandsmitglied. Ein Hauptaugenmerk meiner parteipolitischen Arbeit liegt dabei, mehr Frauen zu ermutigen sich politisch zu engagieren und sie auf diesem, nicht immer ganz einfachen, Weg zu unterstützen.
Gewerkschaftsmitglied
Nachdem mich die Positionen von ver.di sehr lange Zeit davon abgehalten haben, Gewerkschaftsmitglied zu werden, bin ich seit 2021 stolzes Mitglied des Bochumer Bundes. Diese Gewerkschaft wurde 2020 von Pflegenden ausschließlich für Pflegende gegründet. Sie setzt sich, neben besseren Arbeitsbedingungen und flächendeckenden Tarifverträgen, auch für die berufliche Selbstverwaltung der Pflege ein. Nach meiner sehr positiven Erfahrung mit der Selbstverwaltung durch die Pflegekammer in England (Nursing and Midwifery Council), war das ein entscheidender Punkt für die Mitgliedschaft beim Bochumer Bund.
2021